Flanke in Pastramirub

Ach ja, die Kids waren mit den Pfadfindern auf Tour und wir haben uns als Eltern
gedacht, es wäre doch nett wenn die beiden was tolles zu Essen haben, wenn Sie
wieder nach Hause kommen. Aber was willst du da kochen? Ich dachte, Nudeln gab es bestimmt, da muss was vom Grill her 🙂

Aber was könnten wir mal machen? Ich bin dann zufällig im Scheck Inn gewesen, dessen
Fleischtheke durchaus was von einem Altar hat. Dort habe ich wieder meine Flanke vom
US Beef im Tresen liegen sehen und konnte nicht widerstehen, auch wenn die Preise für diese Stücke inzwischen Filetniveau bekommen haben.

Auch wenn ein schönes Stück Fleisch sich super mit Salz und Pfeffer geniesen lässt, hatte
ich mal wieder Lust einen Pastramirub zu verwenden. Das gibt der Sache einen richtigen Pfiff und wenn – wider Erwarten – was übrig bleibt, kannst du es dünn aufschneiden und dann so, oder als Sandwich essen.

Zutaten:

Pastrami Gewürz:

  • 18g schwarzen Terchilli Pfeffer (ganz)
  • 15g Koriander (ganz)
  • 40g grobes. Meersalz
  • 15g Senfkörner
  • 10g Piment (ganz)
  • 40g brauner Zucker
  • 20g Paprika Edelsüß
Parmesanpolenta:

  • 125 g Polenta
  • 550 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 20 g Butter
  • 50 g frisch geriebenen Parmesankäse

Fleisch:

  • Bavette / Flanke ca. 1,5 kg

Das schöne wenn du Gewürze selber mischt, ist für mich immer, dass es erstens tolle
Gerüche in Haus verstreut und zweitens ich eine genaue Idee habe, welche Gewürze ich
in welcher Qualität verwende. Das ist gleich viel beruhigender wenn ich mal wieder statt
nur Pfeffer und Salz, einen Rub an das Fleisch geben möchte.

Zubereitung Rub:

Wenn ich spontan einen Rub mache und dann feststelle, dass ich echt alle Gewürze im Haus habe,freue ich mich wie ein Plätzchen 🙂

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Für den Rub eine Pfanne ohne Fett auf den Herd stellen und erhitzen. Jetzt den abgewogenen Pfeffer, Koriander, Senfkörner und den Piment in die Pfanne geben und vorsichtig rühren. Wenn die Gewürze anfangen zu rösten und zu duften die Pfanne vom Herd nehmen.

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Ich benutze ja immer eine alte Kaffeemühle. Dort Löffelweise das Gewürz zugeben und
fein mahlen. Wenn alles gemahlen ist, die restlichen Zutaten zugeben und in ein Glas abfüllen. Am besten gleich beschriften, Haltbarkeit min. 6 Monate

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Zubereitung Flanke:

Seid ehrlich, wer ein solches Stück Flanke vor sich im Tresen des Metzgers seines Vertrauens sieht, kann doch nur lächen und kaufen. Ein Traum 🙂

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Das Fleisch säubern und dann mit viel Liebe den frischen Rub auf die Hand und damit
das gute Stück Flanke einreiben.

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Da meine Jungs, nicht so auf das Thema Gewürz stehen, habe ich für die beiden das Fleisch
vorher geteilt und nur mit Pfeffer und Salz gewürzt.

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Parallel zum Grillen habe ich die Polenta gekocht, mit Butter und Parmesan verfeinert und dann auf einem Brett abkühlen lassen. Abkühlen der Polenta ist wichtig, denn nur dann kannst du hier einzelne Ringe ausstoßen.

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Die Flanke muss im Prinzip ausgemessen werden. Ich liebe es, wenn die Flanke im Ziel
Medium Rare ist. Alles mehr, wäre schade für das Fleisch. Damit das passt, solltet ihr
so ca. 10-15 Minuten in der indirekten Hitze einplanen.

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Die Zielkerntemperatur sollte so bei ca. 55°C liegen. Ist dies knapp erreicht (etwa 15 Minuten) , das Fleisch vom Grill nehmen und noch etwas ruhen lassen.

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Ach, einfach etwas Ratatouille noch dazu, die Polenta kurz zu knuspern auf den Grill und
los gehts.

Ach ja, wie fanden die Kids das Essen? Die waren begeistert, haben mir aber gesagt das bei den Pfadfindern ganz nach dem Motto Asterix und Obelix ein befreundeter Jäger eine komplette Wildsau mitgebracht und über Feuer gegrillt hat – NEID 🙂

Viel Spaß beim ausprobieren

Gruß
Stefan

 

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